Insektenstiche bei Kindern: Erkennen, behandeln, vorbeugen
Das Wichtigste in Kürze
Wie unterscheiden sich Mücken-, Bienen- und Wespenstiche?
Symptome eines Insektenstichs
- Rötung an der Einstichstelle
- Schwellung im Bereich des Stichs
- Juckreiz oder Brennen
- Schmerz bei Berührung oder Bewegung
- Überwärmung der Haut
Was tun, wenn dein Kind gestochen wurde?
Bienenstiche:
Bienen hinterlassen beim Stich meist ihren Stachel in der Haut, da dieser kleine Widerhaken besitzt. Bleib ruhig und beruhige dein Kind, denn Panik kann die Situation verschlimmern. Falls der Stachel noch steckt, solltest du ihn vorsichtig mit dem Fingernagel oder einer Pinzette entfernen – ohne dabei den Giftbeutel zu quetschen. Ist man unsicher oder das Kind sehr unruhig, kann es sinnvoll sein, die Entfernung medizinischem Fachpersonal zu überlassen. Anschließend die Einstichstelle kühlen und beobachten.
Wespenstiche:
Wespen können mehrfach zustechen und hinterlassen keinen Stachel. Nach einem Stich solltest du die betroffene Stelle sofort kühlen, um die Schwellung und den Schmerz zu lindern. Markiere den Bereich vorsichtig mit einem Stift, um zu sehen, ob sich die Rötung oder Schwellung ausbreitet. Da Wespenstiche oft sehr schmerzhaft sind, hilft es, das Kind ruhig atmen zu lassen und zu beruhigen. Besonders bei Stichen im Gesicht oder Halsbereich ist erhöhte Vorsicht geboten.
Mückenstiche:
Mückenstiche sind meist harmlos, können aber stark jucken. Kühle die Einstichstelle sofort, zum Beispiel mit einem feuchten, kühlen Tuch. Erkläre deinem Kind, warum es nicht kratzen sollte, um Schwellung und Infektionsgefahr zu vermeiden. Wird der Stich ungewöhnlich groß, heiß oder schmerzhaft, kann das ein Hinweis auf eine allergische Reaktion oder eine Infektion sein – in diesem Fall sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Behandlung von Insektenstichen bei Kindern
Tipp: Auch lokale Hitze kann wirksam sein. Geräte wie Bite-away oder Heat-it erwärmen die Einstichstelle kurzzeitig auf etwa 50 °C. Diese Hitze zerstört einen Teil der in das Gewebe gelangten Eiweiße im Insektengift und kann so Juckreiz und Schwellung verringern. Die Anwendung sollte direkt nach dem Stich erfolgen und nur kurz andauern, um die Haut nicht zu reizen.
Wann ist ein Arztbesuch nötig?
- Stiche im Mund- oder Rachenraum
- Rasch zunehmende Schwellung oder großflächige Ausbreitung
- Atemnot oder Engegefühl im Hals
- Fieber oder auffälliges Krankheitsgefühl
- Eitrige Entzündung der Einstichstelle
- Bei Kleinkindern und Säuglingen im Zweifel immer ärztlich abklären
Insektenstiche vorbeugen
- Pflanzliche Repellents: z. B. mit Zitroneneukalyptus, Lavendel oder Neem – oft besser verträglich für Babys und Kleinkinder
- Chemische Repellents: z. B. mit DEET oder Icaridin – sehr wirksam, Dosierung und Altersfreigabe beachten
